Schwangerschaftsupdate: 29. – 39. SSW – Vorfreude und Wehmut

Schwangerschaft schwanger 29. - 39. SSW

Gerade erst habe ich meine zweite Schwangerschaft verkündet und schon geht das letzte Schwangerschaftsupdate online. So fühlt es sich gerade tatsächlich an. Ich versuche die letzte Zeit „alleine“ mit meinem Sohn zu geniessen und aufzusaugen und ihn vorzubereiten, ohne zu überfordern. Ausserdem bereite mir die bisher doch sehr unkomplizierte Schwangerschaft in diesen Wochen doch nochmal kurzzeitig ein wenig Sorgen.

Das Geschwisterkind vorbereiten

Kann man einen 2-Jährigen überhaupt „richtig“ auf ein Geschwisterchen vorbereiten? Anstatt viel darüber nachzulesen und mir Tipps zu holen, habe ich es einfach so gehandhabt, wie es sich richtig angefühlt hat. Wir haben ihm ein Buch zum Thema gekauft und es zusammen angeschaut. Wir haben mal mehr und mal weniger von über das „das Baby“ geredet und so versucht das Ungeborene bereits jetzt als Familienmitglied zu integrieren. Das Interesse an „dem Baby“ ist zwar da aber es hält sich, das muss man sich doch eingestehen, in Grenzen. Wenn wir über die Babyschwester reden, dann zählt er gerne auf, was er alles mit ihr machen möchte, wenn sie dann da ist. „Nuggi geben, spielen, baden helfen, wickeln helfen“. Unglaublich herzerwärmend. Ist er damit schon offiziell vorbereitet auf seine Rolle als grosser Bruder? Trotzdem wollte ich meine Schwangerschaft nicht in den Vordergrund rücken und sie war deshalb nicht allgegenwärtig.

Nun, in der 39. Schwangerschaftswoche, möchte ich ihn vor allem auf den Tag der Geburt vorbereiten. Ich erzähle ihm immer wieder, wie Tag X ablaufen wird. Dass Oma da sein wird und später Papi nach Hause kommt, um ihn abzuholen, um später das Baby kennenzulernen. Heute habe ich zudem erwähnt, dass das Baby sogar ein Geschenk für ihn dabei haben soll. Doch, ich denke, jetzt er freut sich auf seine Schwester 😉 

Vorfreude und Wehmut

Klar, es ist Endspurt. Ich freue mich trotz toller Schwangerschaft auf ihr Ende und noch mehr freue ich mich, mein Baby kennenzulernen. Keine Frage. Aber neben diesen positiven Gefühlen, ist da auch noch grosse Wehmut. Ich geniesse den Alltag mit meinem Grossen und sauge alles förmlich auf. Mir ist ständig bewusst, dass es nicht mehr lange so sein wird. Dass ihm, und uns allen, eine grosse Veränderung und Herausforderung bevorsteht. Meine Gedanken und Gefühle darüber, so kurz vor der Geburt:

Diagnose: Polyhydramnion

In der 36. Schwangerschaftswoche stand der eigentlich letzte Vorsorgetermin bei der Frauenärztin an. Ich war fest davon überzeugt, dass wie immer alles in bester Ordnung sein würde und sie mir zum Ende des Termins eine schöne Geburt und frohe Weihnachten wünschen würde. Doch beim Ultraschall stellte sie eine erhöhte Fruchtwassermenge fest. Stark erhöht, wie ich später erfahren habe. Bereits in meiner ersten Schwangerschaft hatte ich etwas zu viel Fruchtwasser, was aber weder eine erkennbare Ursache, noch irgendeine Auswirkung hatte. Sie nahm mir Blut ab, um eine Infektion auszuschliessen und sie wollte mich nochmal sehen. Ich hab mir nichts dabei gedacht – erst als ich zwei, drei Tage später den Wert im Mutterpass gesehen habe.
„Als Polyhydramnion oder Polyhydramnie, kurz meist Hydramnion, umgangssprachlich Fruchtwassersucht, wird in der Pränatalmedizin eine überdurchschnittlich große Menge Fruchtwasser mit einem Fruchtwasserindex (AFI) von über 20 cm“ (Wikipedia, 2017)
Okay, über 20 cm ist nicht normal. In meiner ersten Schwangerschaft war er so um die 21 cm. Und jetzt – 32.6 cm!! Als ich dann noch gelesen habe, dass je erhöhter der Wert ist, desto erhöhter das Risiko auf Fehlbildungen, etc. sei, war ich dann endgültig doch etwas besorgt. In der nächsten Untersuchung hat sich gezeigt, dass sich der Wert wieder etwas „normalisiert“ hat und ich bin guter Dinge, dass das Ganze absolut gar nichts zu bedeuten hat und die Unruhe umsonst war. 

Was der Körper noch so mitmacht

In diesem Stadium einer zweiten Schwangerschaft habe ich etwas anderes erwartet. Ich rechnete mit dem Schlimmsten – übelste Rückenschmerzen, Wassereinlagerungen und mühsame Atembeschwerden. Wie beim ersten Mal eben. Doch ich bin erstaunlich fit. Klar, ich bin hochschwanger und es braucht nicht allzu viel, um mich aus der Puste zu bringen. Langes Stehen und Laufen vermeide ich, weil es mir und meinem Rücken nicht gut tut. Aber der Endspurt ist lange nicht so anstrengend, wie das dritte Trimester der ersten Schwangerschaft im Spätsommer letzten Jahres. Ich kann meinen finalen Nestbautrieb also noch voll ausleben. Es auch jetzt, in den letzten Tagen, wird noch fleissig aufgeräumt, geputzt und vorbereitet.

Der Bauch und das Baby darin

Auch jetzt, wo der Platz im Bauch (trotz viel Fruchtwasser) doch eng wird, ist das Bauchmädchen noch sehr aktiv. Es liegt in Schädellage und bewegt sich noch sehr viel und stark. Das kann durchaus auch mal riiichtig schmerzhaft sein.

„Wird es ein Mädchen? Ja? Das sehe ich am Bauch.“ sagte die Verkäuferin an der Tankstelle diese Woche. Und sie ist nicht die Einzige. Offenbar habe ich einen typischen Mädchenbauch. Rund statt spitzig. Schon möglich. Was mir aber auffällt ist, dass er kleiner ist als beim grossen Bruder. Ausserdem ist er etwas weiter unten, was mich (fast) problemlos atmen lässt. Auch an Gewicht habe ich dieses Mal deutlich weniger zugenommen. Ich bin zwar mit mehr gestartet, habe aber nur knapp 12 Kilo zugenommen. Und das alles, obwohl sie nicht unbedingt viel zierlicher als ihr Bruder sein soll. Ich bin gespannt.

Oh, Baby – ich kann’s kaum abwarten, dich bald kennenzulernen.

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